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Presseberichterstattung Schächten

Grüne sehen Presserichtlinien verletzt - vom 15.8.16

Richtlinie 12.1 – Berichterstattung über Straftaten

In der Berichterstattung über Straftaten wird die Zugehörigkeit der Verdächtigen oder Täter zu religiösen, ethnischen oder anderen Minderheiten nur dann erwähnt, wenn für das Verständnis des berichteten Vorgangs ein begründbarer Sachbezug besteht.

Besonders ist zu beachten, dass die Erwähnung Vorurteile gegenüber Minderheiten schüren könnte.

Die Stadtratsfraktion von Bündnis 90/ Die Grünen kritisiert die Berichterstattung über den Fund von Schlachtabfällen unweit der Queichheimer Brücke.

Fraglos ist es nicht akzeptabel, dass Menschen Abfälle, auch Schlachtabfälle, illegal entsorgen.

Da der Finder in der Überschrift einen Zusammenhang zwischen dem Fund und einer Schächtung konstruiert, der zumindest nach der vorliegenden Berichterstattung nicht begründbar erscheint, ist diese Erwähnung geeignet Vorurteile gegenüber Muslimen und Juden zu befeuern. Wenn nicht einmal erkennbar ist, um welche Tierart es sich handelt, ist es völlig überflüssig den Finder in dieser Weise zu zitieren.

Hier sollte die Rheinpfalz sich von ungeprüften Berichten in sozialen Netzwerken abheben und ihrer journalistischen Verantwortung gerecht werden. Auch der Nils Nager- Hinweis über Schächten ist in diesem Zusammenhang unserer Meinung nach überflüssig und schädlich.

Doris Braun